Warum meine Stimme noch lange nicht verstummt.
Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich so viele Bühnen, Menschen, Momente.
Von den ersten Schritten als Schallplattenunterhalter mit Konzeptpflicht über Entenrennen, Stadtfeste und Weihnachtsmärkte bis hin zu Empfängen für Nationalmannschaften und internationalen Delegationen.
Manchmal in kurzen Hosen und orthopädischen Strümpfen.
Manchmal mit eingefrorenen Fingern bei minus fünf Grad.
Und manchmal ohne Zettel, aber mit vollem Herzen.
Ich habe gelernt: Moderation ist nicht einfach reden. Es ist zuhören. Aufnehmen. Verbinden.
Es geht darum, Menschen das Gefühl zu geben, gesehen und gehört zu werden – ob sie nun Bürgermeister, Sportler, Ehrengast oder Bratwurstesser sind.
Natürlich habe auch ich Pannen erlebt. Versprecher, Technik-Chaos, Blackouts. Aber genau die machen die schönsten Geschichten. Denn ein Moderator ist kein perfekter Ansager – er ist ein Gastgeber. Und der darf auch mal stolpern, solange er dabei lächelt.
Was bleibt also nach all den Jahren?
Eine Stimme, die noch lange nicht müde ist.
Ein Mikro, das immer wieder in meine Hand wandert.
Und die Lust darauf, weiterzumachen – weil jede Bühne, egal ob groß oder klein, etwas Neues bereithält.
Und wenn ich irgendwann mal gefragt werde: „Heinz-Hugo, wann legst du das Mikro weg?“
Dann sage ich:
„Solange es Menschen gibt, die zuhören wollen – Mikro frei!“
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