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Kapitel 4 – Entenrennen und Ehrengäste

Von Gummienten bis Nationalmannschaft – ein Moderator zwischen allen Welten. Es gibt Moderationen, die sind eher bodenständig: Stadtfeste, Weihnachtsmärkte, Vereinsjubiläen. Und dann gibt es die Momente, in denen man selbst nicht so recht weiß, wie man da eigentlich hingekommen ist – wenn plötzlich die kroatische Fußballnationalmannschaft vor einem steht und man das Mikro in der Hand hält. Doch fangen wir klein an. Beim Entenrennen. Wer es nicht kennt: Hunderte kleine gelbe Plastikenten schwimmen eine Strecke auf dem Wasser. Jede trägt eine Nummer, jede steht für einen Teilnehmer. Und meine Aufgabe war es, diese schwimmende Völkerwanderung so spannend zu machen wie ein WM-Finale. Also stand ich am Ufer, Mikro in der Hand, und rief: „Und vorne – ja, das könnte Ente Nummer 134 sein, dicht gefolgt von 278… nein, sie wird abgedrängt… meine Damen und Herren, wir erleben hier Wassersport der Extraklasse!“ Die Kinder schrien, die Eltern lachten – und die Enten? Die schwammen unbeeindruckt wei...

Kapitel 3 – Der Tanz mit dem Kabelgebundenem

Warum das Mikrofon manchmal der eigentliche Star ist. Es gibt Dinge, auf die man sich als Moderator immer verlassen möchte: Das Mikrofon. Die Technik. Und dass der Tonmann im entscheidenden Moment nicht auf der Toilette ist. Leider gab es in meiner Laufbahn genug Abende, an denen mindestens einer dieser drei Punkte nicht erfüllt war. Einer meiner Favoriten: Ich stand auf einer Open-Air-Bühne, Sonnenschein, guter Soundcheck, volles Haus – alles lief perfekt. Ich griff zum Mikrofon, begann meine Begrüßung… und plötzlich klang meine Stimme, als würde ich aus der Tiefsee funken. Knacken, Aussetzer, dann wieder glasklar. Es war, als hätte das Mikro entschieden, mein persönliches Improvisationstraining auf ein neues Level zu heben. Ich hielt kurz inne, schaute das Publikum an und sagte: „Keine Sorge, meine Damen und Herren – das ist keine Störung. Das ist Dolby Surround live.“ Gelächter. Doch das Mikro hatte noch mehr Tricks auf Lager. Kaum setzte ich zum nächsten Satz an, ertönte ein lautes...

Kapitel 2 – 1986: Der Einstieg ins Rampenlicht

Wie man mit „Fisch, Neubau und Morgenroutine“ Musikgeschichte anmoderiert. Moderation ist nicht nur reden – es ist reden im richtigen Moment, mit den richtigen Worten und so, dass niemand merkt, wenn es eigentlich gar nicht geplant war. Und um das zu üben, hatte ich ein ganz spezielles Training: Während ein Titel lief, rief mir ein Kollege drei völlig zusammenhangslose Worte zu – und meine Aufgabe war, diese in meiner nächsten Moderation unterzubringen, ohne dass es auffiel. So kam es, dass ich irgendwann auf einer Bühne stand, und mein Kollege mir ins Ohr flüsterte: „Fisch, Neubau, Morgenroutine.“ Danke auch. Die Gelegenheit, mein „Talent“ zu beweisen, kam schneller als gedacht: Ich war im Interhotel Stadt Leipzig gebucht – ein Haus, das damals schon ein bisschen nach Westduft roch und in dem alles einen Hauch feierlicher wirkte. Dort sollte ich die Anmoderation für eine junge Kapelle übernehmen, die noch am Anfang stand: die Herzbuben. Drei nette Jungs, frisch, motiviert, leicht nerv...

30. Weinfest Neuruppin 2025

Ein riesiges Dankeschön zum 30. Weinfest in Neuruppin! 🍷🎉 Wow – was für ein Wochenende! Ich bin immer noch ganz begeistert von der tollen Stimmung, den netten Begegnungen und der wunderbaren Überraschung in Form des Kuchens – ihr habt mir wirklich den Tag versüßt! Ein besonderer Dank geht an unseren Bürgermeister Nico Ruhle für die lieben Worte und an unsere charmante Weinmajestät Laura Ludwig aus dem Weinland Nahe. Ebenso ein großes Dankeschön an: 🍇 Weingut Gebrüder Bauer 🍇 Weingut Paul Anheuser 🍇 Weingut Becker, vertreten durch die Pension Bacchus, das Weinhaus am Neuen Markt, Theo’s Steakhouse, die Flammkuchenbäckerei Ehmke und den Lions Club „Effi Briest“ für die leckeren Brezeln. Ein herzliches Dankeschön auch an die fleißigen Jungs und Mädels vom Oberstufenzentrum Neuruppin, an die Security, und natürlich an alle großartigen Live-Acts: 🎤 Jeannine Hartmann 🎤 Random Play 🎤 Nick David 🎤 Die Landstricher 🎤 Dominic Merten 🎤 GIN – es war mir eine Freude, mit euch gemeinsam a...

Bilder für Zwischendurch

Kapitel 1 – Die Geburt einer Stimme

Vom Steckerzieher zum Schallplattenunterhalter mit Konzeptpflicht. Bevor ich als Heinz-Hugo über Stadtfeste, Sportevents und internationale Empfänge moderieren durfte, stand ich in dunklen Ecken von Diskotheken – nicht aus Schüchternheit, sondern weil da der Technikraum war. Ich war Techniker. Einer von denen, die wussten, wo hinten das Kabel reingeht und vorne die Musik rauskommt. Ich durfte mich um Verstärker, Lichtanlagen und Tanzflächenbeschallung kümmern. Im Klartext: Wenn etwas nicht funktionierte, war ich schuld. Wenn alles lief – war es selbstverständlich. Doch irgendwann war mir das hinter dem Pult stehen nicht mehr genug. Die Musik wollte raus – und zwar mit meiner Stimme. Ich wollte selbst auflegen. Selbst ans Mikro. Ich wollte: Schallplattenunterhalter werden. So nannte man das in der DDR – was heute vielleicht ein bisschen nach Heizlüfter mit Plattenspieler klingt, war damals ein echter Beruf mit Anspruch. Und vor allem: mit Prüfung. Wer dachte, man könne einfach zwei Plat...

heinz-hugo - der Moderator

Heinz-Hugo – Der Mann mit dem Mikro (und dem gewissen Etwas) Seit 1986 im Auftrag des guten Tons unterwegs. Es gibt Menschen, die reden. Und es gibt Menschen, die moderieren. Ich tue beides – aber mit Haltung, Humor und einem Faible für besondere Ereignisse. Seit 1986 darf ich ans Mikrofon treten, um Stadtfeste, Weihnachtsmärkte, Entenrennen (ja, mit echten Plastikenten!), Sportevents und sogar internationale Delegationsempfänge in Szene zu setzen. Dabei reicht meine Spannbreite von der festlichen Eröffnung von Stadtfesten bis hin zur Begrüßung der kroatischen Fußballnationalmannschaft – ein Moment, in dem sogar meine Stimme kurz zitterte... vor Stolz, versteht sich. 2023 durfte ich dann die Delegation aus Samoa zu den Special Olympics World Games in Berlin willkommen heißen. Ich sag mal so: Wenn man einmal mit einem samoanischen Würdenträger im Partnerlook posiert hat, weiß man – man hat im Leben einiges richtig gemacht. Meine drei goldenen Moderationsregeln: 1. Exzellente Vorbereitun...